Guppys richtig füttern

Der Guppy ist was er isst. Vieles im Leben deiner Guppys hängt vom richtigen Futter ab und damit von der sorgsamen Pflege des Aquarianers.

Das falsche Futter wirkt sich schlecht auf die Gesundheit deiner Guppys und der Wasserwerte in deinem Aquarium aus. Zuviel fettiges Futter führt zur Verfettung. Eine der häufigsten Ursachen warum Zierfische frühzeitig sterben. Auch die Fruchtbarkeit kann darunter leiden. Deswegen solltest du auf die folgenden Tipps für eine artgerechte Ernährung achten.

Brauche ich spezielles Guppy Futter?

Nein – Guppys haben die selben Ansprüche an das Futter wie andere lebende Zahnkarpfen. Das Guppyfutter eignet sich genauso gut für Mollys, Schwertträger und Platys.

Guppyfutter für kräftige Farben

Guppys zeichnen sich durch ihre Farbenpracht auf. In der Natur ernährt sich der Guppy überwiegend pflanzlich. Dadurch nehmen sie jede Menge Carotinoide auf. Carotinoide sind Pflanzenfarbstoffe, sie geben den Pflanzen intensive Farben. Diese Carotinoide sollen auch für prächtigere Farben bei den Guppys sorgen. In freier Wildbahn suchen sich die Guppys gezielt Pflanzenteile und Algen die reich an den Farbstoffen sind. Denn umso schillernder die Färbung der Tiere umso bessere sind ihre Paarungschancen.

Ob andere lebenden Zahnkarpfen ein ähnliches Verhalten an den Tag legen, ist nicht eindeutig geklärt. Schaden wird ihnen das Futter aber auch nicht. Wenn dir die Farben deiner Tiere von großer Bedeutung sind

Das richtige Futter für Guppys

Flockenfutter ist ein gute und praktische Nahrungsgrundlage für die Guppys. Dabei spielt die Zusammensetzung eine große Rolle. Am wichtigsten ist der richtige Proteingehalt. Er sollte mindestens vier mal mehr Protein als Fett enthalten sein.

Buntes Flockenfutter für Fische
Flockenfutter wie es jeder Aquarianer kennt. Es gibt vermutlich nichts praktischeres. Foto veröffentlicht von Buchling für Wikimedia

Fett ist trotzdem ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Ganz besonders die ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Fette sind notwendig um Eiweiße zu verdauen und Nährstoffe aufzunehmen. Ohne ausreichend Fett können die notwendigen Stoffwechselprozesse nicht richtig ablaufen.

Trotzdem sollte auf die Fettquelle geachtet werden. Hochwertige Flocken setzen auf Fischöl. Fischöl liefert hochwertige, tierische Omega-3-Fette. Sie können von den Fischen am besten aufgenommen und verdaut werden.

Lebendfutter als Abwechslung zum Flockenfutter

Flockenfutter sollte nicht die einzige Nahrungsgrundlage für deine Guppys sein. Wie beim Menschen sollten sich auch deine Tiere nicht zu einseitig ernähren. In regelmäßigen Abständen sollten deine Fische Lebend- oder Frostfutter serviert bekommen. Beides kann in der Zoohandlung erworben werden.

Mückenlarven mögen deine Guppys ganz besonders. Es gibt schwarze, weiße und rote Mückenlarven. Einige Menschen reagieren auf den Farbstoff der roten Mückenlarve allergisch. Auch einige Fischarten vertragen ihn nicht. Falls du dir unsicher bist, solltest du roten Mückenlarven vermeiden. Neben Mückenlarven sind Wasserflöhe und Tubifex ein ideale Nahrungsergänzung. Tubifex lassen sich auch ganz einfach selber züchten.

Tubifex sind kleine Würmer die am Bodengrund leben. Foto von Patrick Roper unter cc-Lizenz

Wie oft sollte ich meine Guppys füttern?

Erwachsene Guppys sollten nur soviel Futter bekommen, wie sie auch an einem Tag vollständig verdauen können. Ist das Futter nach maximal fünf Minuten noch nicht vollständig aufgefressen, war es zuviel Futter auf einmal.

Heranwachsende Fische können zweimal täglich gefüttert um sie in ihrem Wachstum zu unterstützen. Die Qualität des Futters kann Einfluss auf die Futterintervalle haben. Umso hochwertiger das Futter, umso weniger muss gefüttert werden. Das ist auch besser für die Wasserwerte, da sich weniger Futterreste im Bodengrund sammeln, die sich mit der Zeit zersetzen.

Ganz anders verhält es sich bei Jungtieren. Sie müssen noch regelmäßiger (max. 4 mal täglich) gefüttert werden, damit sie ihre volle Größe erreichen können und nicht unter ihrem Potenzial leben. Umsetzbar ist das natürlich nur wenn die Jungen und Erwachsenen nicht das selbe Aquarium teilen. Sie benötigen anderes Futter als die Erwachsenen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.