Guppys richtig vergesellschaften – mit diesen Fischen vertragen sich Guppys am besten

Der Guppy ist ein kleiner, lebengebärender und friedlicher Zierfisch. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem pflegeleichten Aquarienbewohner der sich aber nicht mit jedem Fisch das Aquarium teilen kann.

Was muss bei der Vergesellschaftung mit Guppys beachtet werden?

Wasserwerte & Temperatur

Der Guppy stellt keine hohen Ansprüche an das Wasser. Das Leitungswasser in Deutschland bietet oft genügend Ausgangsqualität. Die genauen Wasserwerte kann man über die Stadtwerke erfragen. Viele Versorger stellen die Werte mittlerweile online. Das sind aber nur Richtwerte da die Werte des Leitungswassers auch Schwankungen unterliegen können. Guppys bevorzugen leicht alkalisches Wasser mit einem pH Wert knapp über 7. Der pH Wert kann sich schnell verändern. Umso härter das Wasser, umso stabiler ist der pH Wert. Eine Karbonhärte um 4° dKH ist ideal. Bei 24 Grad Wassertemperatur fühlt sich der Guppy wohl.

Die Gesellschaftsfische sollten die selben Ansprüche an das Wasser haben wie die Guppys selbst. Sonst wird sich eine Art immer unwohl fühlen.

Bepflanzung

Guppys lieben Aquarien mit vielen Pflanzen. Aufgrund ihrer Größe sind Guppys größeren Fischen unterlegen und werden gerne mal gejagt. Sie brauchen immer Plätze um sich zu verstecken. Ob aufgebunden oder eingepflanzt, der Guppy weiß jede Menge grün zu schützen und dankt es dem Aquarianer mit einer guten Gesundheit und einem längeren Leben. Ideal sind auch frei schwimmende Pflanzen. Sie sollten den Zugang zur Wasseroberfläche aber nicht versperren, wenn man Labyrinthfische zusammen mit Guppys hält.

Damit das Ökosystem auch wirklich funktioniert, benötigt man die richtige Aquarienbeleuchtung. Ohne intensives Licht wachsen die Pflanzen nicht oder verkümmern im schlimmsten Fall. Das Licht sollte überwiegend kaltweiss sein (6500 Kelvin). Im optimalen Fall ergänzt man noch einige warmweiße Lampen um das gesamte Lichtspektrum abzudecken. Moderne LED Lichter liefern genügend Licht bei hoher Effizienz. Das Licht sollte jeden Tag mehrere Stunden eingeschalten sein.

Das richtige Futter

Guppys sind von Natur aus Allesfresser. Sie fressen alles was auf den Tisch kommt und wieviel sie können. Dabei sind sie nicht wählerisch. Um nicht zu verhungern würden sie auch Mulm und Algen fressen. Artgerecht wäre eine solche Haltung aber nicht.

Erwachsene Tiere werden anders gefüttert als Jungtiere. Am besten ist die Fütterung mit Mückenlarven. Flockenfutter ist in der Handhabung besonders praktisch. Es sollte mindestens vier mal mehr Protein als Fett enthalten. Das schont die Wasserwerte und bewahrt die Tiere vor einer Fettleber. Die Hauptursache für ein frühes Sterben der Guppys in Süßwasseraquarien.

Fett spielt trotzdem eine wichtige Rolle in der Ernährung der Fische. Gut geeignet sind ungesättigte Fette. Alle Infos zur richtigen Guppy Fütterung findest du in unserem Ratgeber für Guppy Futter.

Die 4 besten Fische zur Vergesellschaftung mit Guppys

Platy – Xiphophorus maculatus

Wie der Guppy ist auch der Platy eine lebendgebärende Art. Der kleine Zahnkarpfen ist von friedlicher Natur. Die Bedürfnisse der Platys sind die selben wie die der Guppys. Platys gibt es in vielen verschiedenen Farben zu kaufen. Platys sollten immer in Gruppen gehalten werden, ein Pärchen wäre das Mindeste. Der Korallenplaty ist der beliebteste Platy in den deutschen Aquarien. Es ist auch möglich mehrere Männchen zu halten.

Regenbogen Platy
Der Regenbogenplaty ist eher seltener anzutreffen. Er hebt sich deutlich von den meist orangenen Zuchtformen ab. Foto: Tafkira2 [CC0]

Sterbas Panzerwels – Corydoras sterbai

Der Panzerwels ist der idealste Mitbewohner für den Guppy. Er fühlt sich in fast allen Temperaturbereichen wohl und bevorzugt das selbe Futter wie der Guppy. Auch an die Wasserwerte hat er fast keine Ansprüche. Es muss nur daraufgeachtet werden, dass genug davon auf dem Boden ankommt, denn der Panzerwels bewohnt den Aquariengrund. Der Panzerwels ist vielen Zuchtformen und Farben im Handel erhältlich.

Zwergpanzerwels Corydoras Sterbai am Bodengrund des Aquariums
Der Zwergpanzerwels (Corydoras sterbai) ist ein friedlicher und pflegeleichter Fisch der sich gern nah am Bodengrund aufhält. Foto: Alice_Alphabet

Prachtbarbe – Barbus conchonius

Die Prachtbarbe ist ähnlich anspruchslos wie der Panzerwels, hält sich aber überwiegenden in den mittleren Regionen des Aquariums auf. Prachtbarben fressen neben dem normalen Futter auch Algen. Sogar Pinselalgen, was sie zu einem praktischen Beisatz machen. Das Aquarium sollte auf keinen Fall kleiner sein als 60cm. Die Prachtbarbe ist mit 6cm Körperlänge, deutlich größer als ein Guppy. Neben der Prachtbarbe eignen sich auch alle anderen Barben die kleiner sind als die Prachtbarbe als Gesellschaft für dein Guppyaquarium.

Zwergfadenfisch – Trichogaster lalius

Der Zwergfadenfisch zählt zu den Schaumnestbauern. Somit hält er sich oft direkt unter der Wasseroberfläche auf. Seine Wohlfühltemperatur gleicht den Guppys und liegt bei 24 Grad. Zu dem ist der Gourami ein Labyrinthfisch. Das Labyrinth ist ein Organ mit dem der Fisch auch atmosphärischen Sauerstoff atmen kann. Darum ist es von großer Bedeutung, dass der Fadenfisch ungehindert an die Oberfläche schwimmen kann.

Das Schwimmverhalten der Fadenfische ist langsam und bedächtig. Ein guter Ausgleich für den schwimmaktiven Guppy. Durch das ruhige Schwimmverhalten fühlen sich die kleineren Guppys von dem größeren Fisch nicht bedroht. Wenn Guppys und Zwergfadenfische gemeinsam in einem Aquarium gehalten werden, dürfen keine roten Mückenlarven gefüttert werden.

Guppys können natürlich noch mit anderen Fischen vergesellschaftet werden. Aus unserer Sicht handelt es sich bei diesen Fischen jedoch um die pflegeleichtesten die sich auch für Aquarienanfänger gut eignen. Bei den richtigen Gegebenheiten können Guppys zum Beispiel auch mit Salmlern, Schneckenbuntbarschen oder Mollys. Besitzt du ein Guppyaquarium? Mit welchen Tieren leben deine Guppys zusammen? Lass es uns in deinem Kommentar wissen.

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